Save the Date: Annenviertler Büro zur Rettung der Welt



Wir, eine "Diversity-Frau" (Maryam Laura Moazedi) und ein "Design-Mann" (Florian Satzinger) haben uns zusammengetan, mit dem Ziel, Ideen und Good Practices zu sammeln, eine Plattform für Austausch und Bewusstseinsbildung zu schaffen. So starteten wir 2016 das Projekt „Graz. Stadt der Zukunft. Stadt der Inklusion.“, konkret mit diesem Weblog.
Inklusion verstehen wir im umfassenden Sinne der Diversity Dimensionen Alter, Behinderung, Geschlecht, LGBTQ, Ethnizität und Religion. Und mehr. Und letzten Endes die Auflösung der aufgezählten Dimensionen, der Loslösung von diesen Labels. Aber dazu später. Am Freitag schieben wir Dienst im Annenviertler Büro zur Rettung der Welt, weil, naja, die Welt wollen wir ja auch retten und beginnen bescheiden mit Graz.
Wir laden euch herzlich ein, am Freitag in der Annenstraße vorbeizuschauen und euch mit uns auszutauschen. Es gibt die Möglichkeit, gemeinsam das perfekte Lego-Haus für alle zu bauen, sich kreativ auszutoben, Ideen für optimales Design und eine inklusive Stadtgestaltung zu sammeln, sich interviewen zu lassen und die Antworten gleich online zu veröffentlichen. Oder ihr schaut einfach auf einen Tee vorbei. Wir freuen uns auf euch.

Freitag, 12. Juli, 16 bis 19h
Annenviertler Büro zur Rettung der Welt, Annenstraße 20, Graz

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Foto MLM

Universal Design: Homes For All Ages



Brought to you by the Arlington County Commission On Aging, this video discusses the meaning and importance of having universal design in a home plus its impact on everyone, regardless of age and ability.

Drei Fragen an Maryam Laura Moazedi

In unserer Reihe "Drei Fragen an..." befragen wir Grazerinnen und Grazer nach Ideen zur inklusiveren Gestaltung der Stadt. Dieses Gespräch führten wir mit Maryam Laura Moazedi, Diversity Fachfrau und Universitätslektorin.



FS: Was bedeutet "inklusive Stadt" für dich? Und wie wichtig ist dieses Ziel?

MLM: Eine inklusive Stadt ist für mich die perfekte Stadt, eine Stadt, die für alle zugänglich ist. Sie ist menschlich. Sie ist auch eine intelligente Stadt, weil sie sich bewusst dafür entscheidet neue Wege zu gehen, sich von „das haben wir schon immer so gemacht“ zu verabschieden wenn „das haben wir schon immer so gemacht“ nicht funktioniert und in die Zukunft blickt.

FS: Spielplätze für ältere Generationen, integrierte Rampen, ausgeleuchtete Parkanlagen in der Nacht, gleichgeschlechtliche Paare auf Verkehrsampeln, ein Gebetshaus für mehrere Religionen… es gibt viele Good Practices. Was würdest du einführen/dir wünschen, um aus Graz eine inklusive Stadt zu machen?

MLM: Ich glaube, dass Graz mehr Orte des Verweilens braucht. Es gibt zu wenige Sitzbänke, sogar manche Parkanlagen könnten mehr davon vertragen. Prinzipiell braucht man nur einmal mit einem älteren Menschen durch die Stadt zu gehen um sich davon ein Bild zu machen, wie sie auf ältere Menschen wirkt. Schon beim Überqueren der Straße beginnt der Stress und es kommt die Rückmeldung, man sei zu langsam (und nicht stadttauglich?), weil Ampeln so geschaltet sind, dass man es nur in Sprintgeschwindigkeit noch bei Grün auf die andere Straßenseite schafft. In einem zentral gelegenen Kaufhaus ist die Rolltreppe zu schnell geschaltet, in manchen Restaurants ist die Sturzgefahr enorm, weil das Stiegenhaus dunkel ist, die Treppen schwarz, die Stufen nicht zu sehen, die Möglichkeit, sich bei einem längeren Spaziergang kurz hinzusetzen oder eine Toilette zu finden ist ausbaufähig, in Altenheimen findet man spiegelnde Bodenfliesen und Tasten im Lift, die nicht zu erkennen sind. Ältere Menschen sind kaum eingebunden in Entscheidungen rund um die Gestaltung von Städten, das sieht man auch an den Ergebnissen.
Von den Good Practices finde ich die Idee, Spielplätze für ältere Generationen zu gestalten schlichtweg genial. Spielplätze können und sollten für alle da sein. Wozu wird einem gesagt, ab einem bestimmten Alter hätte man da nichts mehr verloren? Als Erwachsener soll man sich nach dem Büro ins Power-Fitness-Center flüchten, als älterer Mensch einen „Senioren-Nachmittags-Bewegungskurs“ mit Liftmusik besuchen. Ich wünschte, es gebe mehr Bewusstsein für Alterssegregation im Alltag und für künstliche Altersgrenzen. Der Vorteil an diesen Ansätzen ist, dass alle etwas davon haben. Vorteile für die einen sind keine Nachteile für die anderen. Klima, beispielsweise, ist auch ein Thema für alle. Mehr Grünflächen, Bäume, begrünte Fassaden etc. helfen, Temperaturen zu moderieren. Heiße Sommer sind besonders aber nicht nur für ältere Menschen gefährlich, auch da profitieren wir alle von einer Gestaltung, die die aktuellen Umstände berücksichtigt.

FS: Zum Abschluss: Deine Lieblingsstadt/-städte?

MLM: Mailand, Turin, Tokio, London, Edinburgh, Helsinki und nochmals Mailand.

Getting More Women on Their Bikes



"To create sustainable, healthy and liveable cities, we need to increase the number of cyclists on our streets, and that means getting more women on their bikes. In San Francisco, only 29% of cyclists are women; in Barcelona, there are three male cyclists for every female cyclist; in London, 37% of cyclists are female."

Ways to increase the number of women cycling in cities is to ensure protected cycle lanes, secure cycle parking, better data concerning women's transport choices and safety considerations, representation, social events and workshops.

More: The Guardian

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photograph via Fast Company

Berlin's African Quarter



Over ten years ago, a dispute started over Berlin's African Quarter, rather, its street names. Recently the city decided to change the names and stop honouring people who were responsible for genocides (Die Zeit).

Afrikanisches Viertel, or “African quarter”—refers not to its sizable population with African heritage, but to its street names, all of which in some way reflect on Germany’s little-discussed but especially brutal colonial involvement in Africa during the late 19th and early 20th centuries. For years, activists have been trying to get these names changed.

Prior to the First World War, the area abutted the site of a zoo planned by animal importer Carl Hagenbeck, who traded animals to P. T. Barnum’s circus and planned to set up the zoo as a showcase for animals from Germany’s African possessions. Following the template of Hagenbeck’s existing park in Hamburg, the site would likely have also featured a human zoo in which non-European peoples were exhibited as if they were a form of wildlife. That zoo never opened, but its planing was reflected in the names of nearby streets. Still today, you can find yourself walking down Togostrasse, crossing Kamerunerstrasse (Cameroon Street) and hitting the little park on Kongostrasse.

Under German rule in what is now Namibia, for example, the country’s forces pursued a campaign of wholesale land grabs, enslavement, forced labor, and rape. Facing organized resistance from indigenous people, the Germans quashed opposition by pursuing genocide against the region’s Herero and Namaqua people.

Many thousands more died of disease, starvation, and violence in concentration camps, where mortality rates reached as high as 74 percent. This created an overall death toll of between 34,000 and 110,000 deaths, and a system of murder that—with its concentration camps and medical experiments on prisoners—clearly foreshadowed the Holocaust.

Three people involved in this process are still commemorated in Berlin’s African Quarter. Adolf Lüderitz and Gustav Nachtigal, who first acquired the land for Germany’s southwest African colony on a fraudulent contract, still have a street and a square apiece. Around the corner is an avenue commemorating Carl Peters, a notoriously brutal colonist in East Africa who committed psychopathic acts of violence and was known by locals as “Mkono Wa Damu”—bloody hands.

(excerpts via/for whole article see CityLab)

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photograph via Tagesspiegel

Old Age Does Not Mean Living in a Design Ghetto


"With populations around the world aging rapidly, we need to re-think how we design for older people. We can keep older people safe, but trapped in gilded cages. Or we can design to keep them active and fully integrated in society. Professor of Design Jeremy Myerson makes a powerful case for the latter."

Ausstellung in Graz: Ohne Bekenntnis zur Vielfalt wird keine Gesellschaft zu machen sein



Im vierten und vorerst letzten Teil der Ausstellungsserie Guerilla der Aufklärung werden Arbeiten von Künstler*innen gezeigt, die sich mit der Gleichwertigkeit aller Menschen hinsichtlich ihrer Würde und ihrer Rechte befassen.

Ausstellungsdauer: 15.6.–3.8. und 26.8.–7.9.2019
Öffnungszeiten: MO–FR 10:00–18:00, SA 12:00–16:00 MITTWOCH BIS 22:00 UHR

(wortwörtlich via Rotor)

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Foto: MLM

Rainbow Crosswalks



Cologne, Paris and London did so in the past (Mannschaft Magazin). Now, Vienna has installed rainbow-coloured crosswalks to celebrate this year's Europride.

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photograph(s) via Der Standard

London is Open



London is proud
loud
hard as nails
suited and booted
deep rooted
undisputed
London is Jewish
Hindu
Muslim
Buddhist
Christian
Sikh
magnifique
London is European
grand
wild
magical
nuts
hungry guts
late night bagels
all the curry
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Meet Ezra Frech



"I was born like this. I can't change it. And when I play sports, I don't feel the difference."